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AKTUELL
JAHRESTAGUNG 2011:
Unsere Jahresmitgliederversammlung fand am 2. Juli 2011 auf dem Gutshof Blücherhof statt.
Diese Anlage ist ausgezeichnet durch einen Park, den der Gelehrte, Professor Dr. König aus Bonn, ab 1904 mit seltenen und
exotischen Gehölzen bepflanzte und zu einer dendrologischen Kostbarkeit mit breiter Bekanntheit werden ließ.
Diese Gutsanlage ist weitgehend komplett über die Zeit der DDR gekommen und hatte nach der politischen Wende das Glück,
daß sich ein tatkräftiger und risikobereiter Landmaschineningenieur fand, der aus dem Kuhstall eine Werkstatt gestaltete
und erfolgreich Spezialmaschinen darin baut für die Ernte von Mohrrüben, Sanddorn, Hanf und Äpfeln. In den nachfolgenden
Jahren erwarb er die weiteren desolaten Wirtschaftsgebäude und sanierte sie. Aus dem Taubenhaus wurde ein Cafe, aus dem
Marstall ein Experimentierraum sowie ein Veranstaltungsraum, der bei Bedarf vom Cafe mit genutzt werden kann. Aus dem
Wirtschaftshaus wurden Miet- und Ferienwohnungen sowie Versammlungsraum und Festsaal. Der Verein "Blücherhofer Schatztruhe"
nutzt die Räume und bietet kulturelle Veranstaltun-gen, die weit und breit bekannt geworden sind.
Das Gutshaus und den Park zu übernehmen überstieg die Kräfte der Firma. Diese beiden Ob-jekte erwarb eine in Spanien lebende
Künstlerin und gestaltete sie sehr individuell. Jedoch ist sie nur selten anwesend und hält den Park wegen verschiedener
Vorkommnisse nur zeitweise offen zum Ärger der vielen interessierten Besucher.
Die Teilnehmer erlebten das seltene Beispiel einer gelungenen Nutzung des Gutshofes.
Unserer Vorsitzende, Herr Rolf- Peter Bartz brachte den Bericht des Vorstandes und
berichtete über die regelmäßigen Tagungen des Vorstandes an unterschiedlichen Orten und die Bemühungen für ein Notsicherungsprogramm
der gefährdeten und vom Abbruch bedrohten Gutsanlagen. Mehrere Mitglieder bemühten sich, den Abgeordneten des Landtages und der
Landesregierung dieses Thema nahe zu bringen und zu einer Beschlussfassung zu führen, leider bisher ohne Erfolg, so dass dieses
Thema weiter verfolgt werden wird unter der Berücksichtigung, dass durch die Neuwahl des Landtages im September zum Teil neue
Gesprächspartner auftreten. Die Mahnschreiben von Herrn Petzoldt an säumige Gutshausbesitzer haben teilweise Bewegung gebracht,
ebenso der von ihm angeregte "Offene Brief". Der weitgehende Abbruch des denkmalgeschützten Gutshauses Rosengarten auf Rügen
und die Untätigkeit der Behörden waren der Anlass zur Einbeziehung der Staatsanwaltschaft. Die Organisation des 11. Seminars
an der Europäischen Akademie in Waren durch Herrn Petzoldt mit anschließender Exkursion war eine gelungene Veranstaltung mit
Breitenwirkung. Die gefährdeten Gutshäuser werden nach wie vor als "Sorgenkinder" begleitet.
Die Arbeitsgemeinschaft versteht sich als das Gewissen im Lande für den Erhalt der Gutsanlagen.
Sie sucht die Zusammenarbeit mit allen, die am Erhalt der Gutshauslandschaft interessiert sind.
Die Arbeitsgemeinschaft beteiligte sich an dem Problem der Abgrenzung zwischen Park und Wald.
Mit der Veranstaltung "Mittsommer-Remise" und der Beteiligung daran wurde erneut die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Gutshäuser gerichtet.
Der Vorsitzende sprach seinen Dank an alle Mitstreiter für die vielfältigen Aktivitäten aus.
Es folgte der Bericht des Kassenwartes. Die Kassenprüfer bestätigten die ordnungsgemäße Buchführung und schlugen die Entlastung des Vorstandes vor.
Trotz vieler gelungener und vorbildlicher Sanierungen und Nutzungen von Gutsanlagen, an denen wir uns alle erfreuen, gilt unsere
Aufmerksamkeit und unser Bemühen den vernachlässigten und gefährdeten Beispielen. Jeder Verlust nimmt dem betroffenen Ort sein Zentrum,
sein besonderes Merkmal, sein Gebäude, an das die Geschichte des Dorfes gebunden ist und macht unser Land ärmer und weniger attraktiv.
Deswegen wollen wir weiter wirken im Sinne unseres Namens, Erhaltung und Nutzung der Gutsanlagen in Mecklenburg-Vorpommern.
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